Manches Mal sind wir mit einer ganz besonderen Form von Gratisanfragen konfrontiert

Vorweg: Wir betreiben das Veranstaltungsportal http://www.Frankentipps.de . Das Portal finanziert sich durch Veranstaltungswerbung. Diese ist für Veranstalter kostenpflichtig: 17 cent netto einmalig je Veranstaltungswerbung. Unsere Veranstalter nutzen eines der innovativsten Portale der Republik mit einer im Wirtschaftsraum Franken (4,3 Mio. Einwohner) führenden Reichweite.

 

Am Freitag erreichte mich folgende Mail eines interessierten Veranstalters. Auf den Absender rückschliessbare Inhalte habe ich natürlich gecroppt. 

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit Bedauern mussten wir feststellen, dass Ihr Onlineportal seit längerem kostenpflichtig ist.

Leider möchten wir generell nichts für Onlineportale bezahlen. Da es eine doch große Auswahl an diesen Portalen gibt, hat man die freie Wahl ein kostenloses Portal zu wählen.
Wie Sie sicherlich wissen sind wir, die XXXX eine überregionale Veranstaltungslocation. Mit über XXXX VA pro Jahr, sind wir für die Region nicht unbedeutend.

Nach unserer Auffassung ist es gerade für Onlineportale extrem wichtig eine möglichst 100%ige Komplettheit der örtlichen Locations zu haben. Denn der Kunde möchte die Möglichkeit haben, sich innerhalb eines einzigen Portals komplett über die Veranstaltungsangebote zu informieren. Bestimmt ist es keine unterstützende Tatsache wenn der User auf zwei oder mehr Portale zugreifen muss um den Überblick über das Veranstaltungsangebot zu bekommen.

Wir wünschen uns, dass Sie das genauso sehen wie wir. Gerne würden wir unsere Veranstaltungen weiterhin bei Ihnen einstellen und würden uns daher sehr freuen wenn dies kostenfrei möglich wäre.

Wir freuen uns auf Ihre Antwort.

Mit freundlichen Grüßen

i.A.

Meine Antwort:

http://www.frankentipps.de/blog/?p=720

 

 

Solche Zuschriften sind nicht selten und treffen immer einmal wieder ein. Nichts ungewöhnliches.

Warum poste ich das? Ich möchte das Thema Gratiskultur und Gratismentalität im Internet mit thematisieren.

 

Ich kann Entscheidern mit primärer Entscheidungsgrundlage „wenn es etwas kostet, nutzen wir es nicht“ immer wieder nur ans unternehmerische Herz legen, im Internet (auch neben Frankentipps.de! ) das Kriterium nicht nur ausschließlich nach Gratis/Kostenlos ja/nein zu richten. Man kann sich damit im unbestritten stattfindenden Medienstrukturwandel im Weg stehen. Mit mittelfristig für sich selbst drastischen Folgen. http://regiolog.com/node/2757

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