#ning Kostenlositis ist heilbar

Ning, eine äußerst geniale Plattform zur Schaffung eines eigenen Social Network Dienstes, stellt diesen Freitag noch bestehende Netzwerke aus dem bisherigen Free-Tarif auf die neue Tarifstruktur um.

Die neue Tarifstruktur: Für User (Mitglieder von Netzwerken) bleibt Ning wie gehabt weiter komplett kostenlos. Wer ein eigenes Netzwerk betreibt (z.B. für seinen Verein), zahlt nach abgestuften Paketen ab 19,95 $/Jahr. Und für daraus umgerechnet knapp 1,30 Euro pro Monat bekommt man m.E. ein klasse Angebot: Verwaltung eines Netzwerkes mit bis zu 150 Mitgliedern, 1GB Datenkapazität, 10 GB Datentransfervolumen. Wesentlich dazu exzellente Ning-Features als Basisumfang.

Eineurodreissig, eigentlich ein Lacher für das Angebot und im realen Leben nicht der Rede wert. Der Aufschrei im Netz und die „Kostenlos-Nomaden-Wechselambitionen“ zum nächsten Gratis-Angebot für virtuelle Leistung (Leistung/Umfang anscheindend egal, Hauptsache kostet nix) ist wie erwartet natürlich beeindruckend.

Sicherlich ist ein guter Nutzeranteil darunter, die sich von bisher erwartender Kostenlos-Inanspruchnahme jetzt auf kostenpflichtig gezwungen fühlen, ohne ihre mit Fleiß aufgebauten Zelte abzureißen. Hieran sieht man die psychologisch sehr große Schwierigkeit, bisher bestehende Kostenlosangebote und -Dienste umzustellen.

Ning macht meines Erachtens jedoch genau den richtigen Schritt: Ein Großteil von personellen und technischen Ressourcen wird durch den Wegfall der Kostenlos-Netzwerkbetreiber für nun zahlende Netzwerkbetreiber, die dann auch echte Kunden werden, frei. Die Reaktions- und Leistungsbereitschaft kann sich nur erhöhen, wenn Ning es richtig anstellt. Der Dienst orientiert sich weg von der immer unrentabler werdenden Werberefinanzierung (die die Zielgruppe selbst ja so sehr schätzt;-) hin zur Micro-Entgelterlösstruktur. 

update 23.08.2010
Laut einem Interview auf dem Forbes-Blog mit Jason Rosenthal haben sich 12% (35.000) der bisherigen Free-Nutzer für ein paid-Services Angebot entschieden. Der zahlende Kundenstamm hat sich somit gesamt verdreifacht.
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