Google+ und Zielgruppen-Portierungskosten

Keine Frage: Google+ ist sicher in vielen Bereichen und Anwendungen einfach brilliant und ohne sehr große Mühe für die Größenordung in dieser Liga besser als Facebook (auch mich ärgern permanent einige kleine und größere Unzulänglichkeiten bei FB, die Google schon von Haus wesentlich besser kann, z.B. Calendar, Mail, etc.).

Jedoch sollte auch jeder Enthusiast unter uns auch ff. bedenken:

Kosten für Markenbildung und Aufbau Fanpage aus Sicht eines Betreibers

Bei mySpace fing unsere erste größere Investition in die Bildung und Betreuung einer Markenpräsenz (für Frankentipps) im Social Web an. Nicht unbedingt für uns wenig Geld. Gut, VZ-Gedöns haben wir aufgrund fehlendem Angebotes ausgelassen (Gold-Profil oder wie es hieß kam zu spät und war nicht wirklich den Preis für uns wert).

Danach kam nun twitter als broadcast, dann Facebook. Daneben noch die Etablierung einer XING-Gruppe.Es ist bereits schon für uns selbst als Internetdienstleister an der Ressourcenquelle sitzend mit einigen Kosten verbunden, „schon wieder“ an die Schaffung einer neuen Präsenz bei Google+ zu denken (und das müssen wir, wenn der Schwarm zieht). Wesentlich betrachtend aber die Tatsache, dass wir stets nicht unbedingt neue Kunden/Nutzer erschliessen, sondern meist die gleichen Nutzer wieder vorfinden, nur eben auf neuen Plattformen  Das ist zwar für uns geografisch zwangsläufig, für die meisten jedoch ähnlich gelagert. (früher waren wir auf mySpace vernetzt, heute dann bei Google+).

Wie mag das ein Mittelständler als Kunde eines Social Media Beraters betrachten, der bereits nur alle 1 bis 1,5 Jahre in die Präsenz eines neuen, weiteren Netzwerkes investieren muss und das „rising and fall“ der Social Media-Sterne aus strikt eigener Kostenwarte betrachtet? Man muß auch immer wieder bedenken, daß eine Vielzahl von KmU-Entscheidern erst einmal bei XING angekommen sind und gar nicht mit irgend einem Umzugstempo mithalten können oder wollen.  

Als Internetdienstleister können wir Dienstleistungen nicht mit einer gewissen Nachhaltigkeit verkaufen, wenn ständig hohe „dynamische Zielgruppen-Portierungskosten“ anstehen und sich eine Investition bei SN XYZ langfristig dadurch nicht wesentlicher rechnet.

Gegenspieler in den Netz-Weltmächten

Erstmals gab es annährend einen weiteren Mitspieler mit einem ungeklonten Produkt in der Google-Liga. Ich bin wirklich kein Google-Skeptiker, nutze viele Dienste mit großer Begeisterung, bin aber auch nicht durchwegs der große Fan für zuviel Macht eines einzelnen Konzerns im Netz. Man sieht die Auswirkungen trefflich, wie YouTube das Thema Urheber-/Nutzungsrecht im Internet wesentlich mit beeinflusst.

Mitbewerber stärken den Wettbewerb und die Weiterentwicklung von Technologien.

Noch gar nicht berücksichtigt sind hier die Risiken von platzenden Blasen von DotCom-Geschäftsmodellen und deren Bewertungen als Signalwirkung auf den ganzen Markt oder der weitere Ausbau der Marktdominanz von Google als Werbevermarkter im Netz.

Eigene und gesellschaftliche Zeitressourcen

Mein erster Gedanke bei Eintreffen der Nachricht eines neuen Sozialen Netzwerkes war natürlich „wow, was Neues. Und dann noch von Google“ Aber auch: „Och, nö. Schon wieder neu einrichten, neu vernetzen, neu uploaden usw.usw.“. Ehrlich: Ich bin leicht ermüded davon (vielleicht werde ich auch einfach unbeweglicher, keine Ahnung;-). Aber natürlich werde ich mir auch das geben (müssen) und natürlich werde ich davon begeistert sein.

Wenn ich aber daran denke, wieviel Zeit ich persönlich mit all den Streams hier und dort manchmal verbrate(n darf), wirds mir dusselig. Bestimmt geht`s vielen anderen insgeheim auch so. Vernetzen und Netzwerken schön und gut: Produktivität sieht oftmals anders aus. PC und Internet sollten eigentlich Zeit schenken. das Gegenteil ist der Fall. Social Media Burnout droht vielerorts.

    Das sind nur wenige Gedanken zum Thema. Aber freilich verdienen wir auch gut durch die Präsenz in Social Media Diensten und erzielen maßgeblich unsere Reichweite it Frankentipps, keine Frage;-) Natürlich muss man auch Neuem stets offen und aufgeschlossen bleiben. Anderes wäre auch Stillstand.

    Gestern noch „wow“, keine 24 Stunden später „buh“: Beeindruckt betrachte ich auf jeden Fall die offensichtlich fallende Social Media-Dienste-Loaylität. Die „Wechselbereitschaft“ ist anscheinend wesentlich schneller geworden.

    Der trust in Google für persönliche Daten passt offensichtlich auch.
    Erstaunlich wärs, wenn das zumindest so bleibt.
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