Wertanlage-Empfehlung: Eintrittskarten

Ganz ohne Eigeninteresse: Eine der besten Wertanlagen, die man für sich persönlich machen kann, sind Eintrittskarten. Man hat bis zu Monate Vorfreude und das Ereignis ist eine Einmaligkeit. Man nimmt (meist positive) Erinnerungen, teilweise für sein ganzes Leben mit nach Hause. Eine unbezahlbare, emotionale Rendite.

Eine solche Wertanlage habe ich am 7. November auf dem Konzert von Mark Knopfler und Bob Dylan in Nürnberg eingelöst. Zwei der brilliantesten Songwriter und Musiker unserer Zeit, die die Popmusik der letzten Jahre wie keine andere geprägt haben.

Beide haben getrennt voneinander gespielt. Zwei Konzerte in einem Abend, nur Knopfler kam für ein Lied zu Bob Dylan auf die Bühne.

Die beiden haben mit ihren fantastischen Bands ganz unterschiedlich auf mich gewirkt und dadurch sehr kontrastreich gefallen. Während Mark Knopfler für seine Verhältnisse sehr gelöst und wirklich gut drauf mit dem Publikum auch mal sprach und seine Freude an der Tour bekundete, kam der 70-jährige „Lorbeer gekrönte Poet des Rock n Roll“ auf seiner schon 23-jährigen neverending Tour lediglich auf ein gutes Live-Konzert in irgend einer Stadt vorbei. Für mich hat es dem aber keinen Abbruch getan. Ich würde sein singendes Genuschel auch manchmal gern verstehen, aber dennoch: Diese Stimme und natürlich seine Texte, glücklicherweise gibt`s dafür die Lyric-Seiten im Netz zur Nachbearbeitung, sind schon einzigartig phänomenal.

Das letzte Drittel des Konzerts von Dylan konnte man im bestuhlten Parkett nach vorne, was natürlich die Dylan-Fans gleich genutzt haben. Ich hatte mich mal gleich eingereiht (man will ja nichts verpassen). So standen wir ohne Gedränge nur ein paar Meter vor einer Musiklegende entfernt. Das ist schon immer ein für mich sehr beeindruckends Erlebnis.

Solche Momente, egal ob ganz hinten oder vorne, machen für mich auch ein Live-Erlebnis so unvergesslich, von denen man wieder zehren kann.

Gefreut hatte ich mich, die Nürnberger Kulturreferentin Prof. Dr. Julia Lehner, eine Kultur-Macherin in unserer Region, auf dem Konzert zu treffen.

Ganz nebenbei sprang auch noch eine kleine neue Netzentdeckung raus: Auf Foursquare, einem ortsbezogenen mobilen Web-Dienst gibt es jetzt auch in Deutschland die event-based-Funktion: Einchecken nicht nur an Orten, sondern gleich auf dem Event der location. Sehr gute Weiterentwicklung..(mein Check-In, event-link rechts) Diesen mobilen location based Services-Ideen könnte eine große Zukunft gehören. Ich bin gespannt.

Mit Sicherheit gibt`s demnächst bald bzw. bereits einige schöne Live-Schnipsel von diesem phantatsichen Abend auf YouTube.

Leider werden die Tickets für die Top-Stars der Branche immer teurer. 100 „Stecken“ für Reihe 15 sind schon happig. Aber wir sind auch selbst dran beteiligt, wenn wir die Künstler mit ihrer Ernährungskette ins digitale Mittelalter nur auf die Bühne zum Geld verdienen treiben.

Aber das ist diesmal ein anderes Blogpost-Thema;-)

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