Erlangen damals – heute. Foto(ge)schichten aus der Vergangenheit

In der Facebookgruppe Du kommst aus Erlangen… bin ich durch die vielen alten Erlangen-Bilder auf die Idee gekommen, die ursprünglichen Perspektiven immer mal beim Abendspaziergang wiederzufinden. Mit den ersten schlichten „damals-heute“ Bildgegenüberstellungen erinnerte ich mich an Sergey Larenkovs Blog, in dem er sich im gleichem Prinzip fotografisch erinnert, jedoch alte Fotoschichten in seine Bilder von heute direkt hineinprojeziert. Und dies auf ziemlich grandiose Weise.

Wissend, dass ich grafisch zudem mit Bildbearbeitungssoftware ein ziemlicher Grobmotoriker bin, habe ich mich dennoch einmal daran gemacht, es auf die gleiche Art und Weise zu probieren. Es funktioniert erstaunlicherweise ganz passabel, auch wenn man nicht viel Ahnung bzw. gar kein Photoshop hat. Toll:-) Und es macht richtig Spaß….

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courtesy of photographer Jerry Driscoll

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Erlanger Foto(ge)schichten: GI-Bar Kleeblatt…

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…heute Havana Bar

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Erlanger Sekuh-Bahn

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Schenkstraße – Bildhintergrund von Alex Chefkoch

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Hauptbahnhof Erlangen

Ich nutze zum Fotoschichten die kostenlose Bildbearbeitungssoftware Gimp (Download)

Diese ersten „how tos“ (unter uns Grafiker-Hausfrauen) kann ich mal weitergeben. Weiterlesen

E-Mail an alle! Antwort an alle?

Absender schreibt Werbemail an alle seine 2.500 Netzwerkkontakte. Fehler: Alle (2.500) Adressen werden offen in das cc-Feld gesetzt.

Es lässt nicht lange darauf warten. Man erhält die Reaktionen vieler Empfänger, gleichfalls unbedacht per cc:

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Sehr geehrter Herr…,

es ist nicht so schlau über 2500 Mailadressen öffentlich zu machen.
Was noch unendlich viel schlimmer ist, dass Sie meine E-Mailadresse auch an über 2500 Empfänger weiter geleitet haben.
Die Spamflut sehe ich schon kommen. DANKE
>>

oder

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da ja alle Mail Adressen zu sehen sind wäre es toll, wenn Sie Herrn …. persönlich antworten würden, da sonst jede Mail von allen Empfängern in der Liste von Herrn …. den Nachrichtenverlauf lesen können. Das wäre super. Ihnen allen wünsche ich alles Gute und noch eine tolle Woche :-).
>>

oder (mein derzeitiger Favorit an Sinnfreiheit)

>>
Ich bitte inständig alle 2400 Kontakte, die die Mail von Herrn … bekommen haben, nicht mehr auf „allen Antworten“ zu drücken, sondern nur auf „antworten“.

Ich habe besseres zu tun, als heute Nachmittag 2400 Mails zu löschen.

Besten Dank für Ihr Verständnis
>>

Bedanken kann man sich ausschliesslich bei diesen schlauen cc-Kandiaten für das eigentliche Anstossen einer „Spamflut“, entstanden aus einem vielleicht lediglich menschlichen Fehler. Am besten bedankt man sich jedoch nur direkt, ohne Einbinden der anderen Adressen. Denn das ist genau so semiprofessionell wie die eigentliche E-Mail.  Fast niemand hat Zeit und Lust, hunderte Reaktionen per Kopie zu lesen.

Man kann auch den eigtl. Absender informieren, der sicher schon sein Malheur entdeckt hat. Wie auch immer Aber bitte (BITTE!) doch keine Reaktion an alle!.

Facebook macht blöd, blind und erfolglos

Am Wochenende auf Anitra Eggler aufmerksam geworden, gestern ihr Buch fertig gelesen. Ansprechend illustriert (visualisierte Schreibe, für die Zapper zur Schnellaufnahme eine Freude) und unterhaltsam geschrieben , viele gute Handlungsempfehlungen und Denkanstösse, mit denen man sich selbst überprüfen und sensibilisieren kann.

Es geht nicht nur um Facebook, sondern zuerst um das Thema mobile Überall- und Jederzeiterreichbarkeit via Mobiltelefon (für mich der größte Graus, den ich Gottseidank im Griff habe), Onlinereputation, Ratgeber zur Nutzung weiterer Netzwerke (wie z.B. XING) und Profilhandling nach dem Tod. Das alles gut kompakt und aufs Wesentliche konzentriert.

Der Buchtitel ist für mich zu provokant formuliert. Das Buch hat mehr eigentlichen Wert und ist keinesfalls eine Nörgelabhandlung, wie schlecht die digitale Welt doch ist. Es fehlt der Zusatz „wenn man es falsch nutzt“, denn wie bei vielem liegt wie bekannt Fluch und Segen sehr nah einander. Die Frau hat Ahnung von der Materie und gibt hervorragende Praxistipps, FB & Co. RICHTIG privat wie geschäftlich zu nutzen.

Ein Buch, welches ich persönlich wirklich gern weiterempfehle.

Leseprobe hier:

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Mitfahrzentralen – Von einem Dienst aus der Kostenloskultur zur Rekommerzialisierung

Fasziniert habe ich in den letzten Wochen das Thema „Einführung der Kostenpflicht bei mitfahrgelegenheit.de“ im Netz verfolgt. Weniger als betroffenen Nutzer. Meine letzten Mitfahrerlebnisse waren Ende der 80er noch zu Zeiten von stationären Mitfahrzentralen. Mich interessierte die Geschichte mehr aus Sicht der Entwicklung des Geschäftsmodells und das Nutzerverhalten auf die Abkündigung einer bisher im Netz selbstverständlichen Gratisleistung

Um was geht`s? Die Münchner Firma Carpooling betreibt seit über 10 Jahren die Webseite mitfahrgelegenheit.de (MFG) als virtuelle Mitfahrzentrale. Fahrer konnten Ihre Inserate kostenlos mit Angabe ihres Telekontaktes einstellen, interessierte Mitfahrer konnten so direkt mit den Fahrern Kontakt aufnehmen und eine Mitfahrgelegenheit samt Kostenbeteiligung verhandeln. Fertig. Ein virtueller, werbefinanzierter Inseratsmarktplatz. Wie es ihn auf anderen vergleichbaren Seiten auch gibt.

Im März 2013 führte die Webseite ein Online-Buchungssystem ein, über das nun alle Mitfahrangebote ab 100km Strecke von den Nutzern zwingend als Transaktion abgewickelt werden müssen: Der Mitfahrer bucht die Fahrt über die Webseite beim Fahrer, der diese dann dort bestätigt. Ziel natürlich für die Betreiber der Webseite: Direkte Monetarisierung der Vermittlung von Mitfahrangeboten. Denn die Vermittlungsgebühr beträgt nun 11%, die (jedoch nur) dem Fahrer berechnet werden.

Ein Sturm der Entrüstung startete. Selten habe ich einen solchen Shitstorm bei einer Einführung einer Kostenpflichtigkeit eines Dienstes gelesen. Die Facebookseite der MFG wird bis heute mit zum Teil wüsten Unmutsverlautbarungen und Abmeldeerklärungen durchgehend frequentiert.

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Soziale Netzwerke

Im Facebookzeitalter entdecke ich immer wieder für mich Stayfriends als ein wirklich klares, schnörkelloses Social Network. Und genau mit diesen Vorteilen: Einen Ort im Netz, an dem man alle wichtigen Menschen aus seiner Schulzeit wiederentdeckt, Erinnerungen und Fotos von damals zusammenträgt und miteinander dauerhaft verbunden bleibt. Im vertrauten Kreis werden Fotos und Werdegänge ausgetauscht, werden Klassentreffen organisiert, Geburtstagsgrüße verschickt. Mit alten Schulfreunden ist beides möglich: In Nostalgie schwelgen und Networking betreiben. Nirgends klappt nach meinem Empfinden die Abbildung von Schullandschaftsgenerationen besser. 

Stayfriends

StayFriends ist ein mittelständisches Unternehmen mit über 100 Mitarbeitern in Berlin und Erlangen. Gegründet im Jahr 2002 gehört die Firma zu den Social Media-Pionieren in Deutschland.

http://www.stayfriends.com/unternehmen

 

Blog-Publizisten Sternstunden: Gabriele Wolff

Gabriele Wollf ist Schriftstellerin und Juristin. In ihrer Berufszeit war sie als Staatsanwältin, zuletzt in Funktion als Oberstaatsanwältin in Neurupppin tätig. Seit 2009 ist sie im Ruhestand. Als Autorin schreibt sie unter ihrem Pseudonym Gabriele Gordon in dem für sie passenden Genre Kriminalromane. 2004 erhielt sie den Friedrich-Glauser-Preis der Autorengruppe deutschsprachige Kriminalliteratur.

Persönlich motiviert durch eine ihrer Meinung zu unkritische Presse-Literaturkritik über eine Autorin, deren dort gelobtes Werk im Netz in Plagiatskritik geriet, startete Wolff 2010 ihr Blog „gabrielewolff“ zum Kommentieren ihrer Medienkritik.

Gabriele Wolff beobachtet aktuelle Rechtsfälle. Ihre unabhängigen Kommentare als Juristin mit Sachkompezenz und profunden Wissen aus der Rechtspflege lassen sich mit ihrem Schreibstil anregend lesen. Seine Sternstunde dürfte das Blog gerade durch den Mehrteiler „Der Fall Gustl Mollath: Rosenkrieg und Versagen von Justiz & Psychiatrie“ erleben.

Selten gut!

Motivationspsychologie

Negative Energie in positive umwandeln ist für mich in den Jahren eine mit wesentliche Triebfeder in „meiner“ Ideen- und Motivationspsychologie geworden. 2003 gab mir ein größerer Veranstalter auf ein kleines Onlinewerbeangebot bei Markt-ERH (glaube, es ging um 20 Euro) die Rückinfo, dass „sie generell im Internet nur kostenlose Anzeigen schalten“. Fand ich damals natürlich irgendwo zwischen „verärgerbar, peinlich bis lächerlich“, bis ich verstanden hatte, dass dies kein individuelles/persönliches, sondern ein vom Web selbst geprägtes Mentalitätsergebnis war. Egal wie: Es war einer DER wesentlichsten Impulse für das Entstehen der Portalidee Frankentipps. Ich bin noch heute dankbar für diese Begebenheit, die sich so positiv entwickelt hat.

So eine ähnliche Begebenheit in einer Branche hatte ich in den vergangen Tagen wieder. Es hat genügt, sich damit mal am Samstag vormittag zu vertiefen, was in diesem bereich online geht. Ich bin bereits jetzt entzückt. Ich wäre auf den Bereich nicht wirklich mehr gekommen, da ich mit dieser (Einzelhandels-)Branche in den letzten 14 Jahren schon desinteressiertes bis ablehnendes Feedback erhalten und sie eigentlich schon abgeschrieben habe.

Mit dem Veranstalter arbeiten wir heute übrigens mehr als erfolgreich zusammen.