Motivationspsychologie

Negative Energie in positive umwandeln ist für mich in den Jahren eine mit wesentliche Triebfeder in „meiner“ Ideen- und Motivationspsychologie geworden. 2003 gab mir ein größerer Veranstalter auf ein kleines Onlinewerbeangebot bei Markt-ERH (glaube, es ging um 20 Euro) die Rückinfo, dass „sie generell im Internet nur kostenlose Anzeigen schalten“. Fand ich damals natürlich irgendwo zwischen „verärgerbar, peinlich bis lächerlich“, bis ich verstanden hatte, dass dies kein individuelles/persönliches, sondern ein vom Web selbst geprägtes Mentalitätsergebnis war. Egal wie: Es war einer DER wesentlichsten Impulse für das Entstehen der Portalidee Frankentipps. Ich bin noch heute dankbar für diese Begebenheit, die sich so positiv entwickelt hat.

So eine ähnliche Begebenheit in einer Branche hatte ich in den vergangen Tagen wieder. Es hat genügt, sich damit mal am Samstag vormittag zu vertiefen, was in diesem bereich online geht. Ich bin bereits jetzt entzückt. Ich wäre auf den Bereich nicht wirklich mehr gekommen, da ich mit dieser (Einzelhandels-)Branche in den letzten 14 Jahren schon desinteressiertes bis ablehnendes Feedback erhalten und sie eigentlich schon abgeschrieben habe.

Mit dem Veranstalter arbeiten wir heute übrigens mehr als erfolgreich zusammen.

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Friedrichshafen: Studenten verpassen Kultur

Ein fast schon schauriger Kultur-Zustandsbericht in einer Kommune:

Meike Fries (Zeit Online): Friedrichshafen: Studenten verpassen Kultur

[…]
Das Kommunikationsproblem. Die Studenten informierten sich im Internet; die Kulturveranstalter setzten auf Papier: Lokalzeitung und Plakate etwa. Man redet also aneinander vorbei.“
[…]

Ich persönlich würde nicht so weit gehen und das zu sehr radikalisieren: Die Studenten informieren sich mit Sicherheit auch in Stadtmagazinen print, im Lokalradio/TV sowie in der Lokalzeitung und erhalten Impulse auf Plakaten und auf Flyern.

Jedoch betreibt mancherorts ein Teil der Kulturveranstalter eine Art exklusive Medienarbeit mit bereits vor Internet bestehenden Medien, z.B. der lokalen Tageszeitung. Gewachsene Abhängigkeiten. Angst vor Kontroll- und Machtverlust. Neue Medien-Marktteilnehmer werden soweit möglich nach besten Kräften ignoriert. Könnte soweit auch klappen, wenn das betreffende Medium nicht das dynamischste und demokratischste Kommunikationswerkzeug unserer Epoche inklusive neuem Vertriebsweg für z.B. Eintrittskarten wäre.

|…]
Die Rettung vor dem Kulturverfall soll nun unter anderem Facebook bringen. Die Projektgruppe will sich mit den Institutionen nun besser austauschen und für Studenten interessante Veranstaltungen in dem Sozialen Netzwerk posten
[…]

Es klingt fast kindlich naiv, ist aber schon mal ein Anfang. Die Lösung ist es mit Sicherheit nicht.

Währenddessen sägen sich die Beteiligten allesamt selbst am Ast, auf dem sie sitzen: Kulturmacher verlieren zum Teil bereits ihre Leuchtturmveranstaltungen aufgrund fehlender Finanzierung oder ausbleibender Resonanz, manche an sich wichtigen klassischen Medien und Dienstleister erneuern sich nicht schnell genug und verlieren dadurch Auflage bzw. Kunden, neue Medieninnovationen haben mit der Kostenlositis des Umsonst-Internets zu kämpfen oder machen es sich mit einer eigens zelebrierten Gratiskultur selbst schwer. Die Kunden schauen langfristig in die Röhre: Irgendwann ist nix mehr los in unserer Region. Na, sowas!

Wer das Internet und darin befindliche Marktteilnehmer ignoriert, verfehlt seine Verpflichtung.

Leser, die sich für diesen Post interessieren, könnten auch folgende Artikel ansprechen:

„Internet-Shopping gewinnt an Bedeutung“
http://klauswolfrum.posterous.com/internet-shopping-gewinnt-an-bedeutung-erlang

Veranstaltungstermine: Öffentlichkeitsarbeit und Verlagsprozesse im Medienstrukturwandel
http://klauswolfrum.posterous.com/veranstaltungstermine-Offentlichkeitsarbeit-u

„Internet-Shopping gewinnt an Bedeutung“ #Erlangen #Einzelhandel

Ich war gestern auf einer Veranstaltung der Mittelstandsunion Erlangen, auf der der Wirtschaftsreferent der Stadt Erlangen, Konrad Beugel, ein in Auftrag gegebenes Marktforschungsgutachten zur Innenstadtentwicklung des lokalen Einzelhandels vorgestellt hat.
 
Neben den bekannten Trends, z.B. der Entwicklung von Inhabergeführten Fachgeschäften hin zu Filialisten und Discountern oder einem dezentralisiertem Handel hin zur grünen Wiese wurde in der Veränderung des Kaufverhaltens das Thema Internet für meinen Eindruck fast beiläufig mit weiteren Gründen zum Ende der Aufzählung mit benannt: „Internet-Shopping gewinnt an Bedeutung“ Weiterlesen

Video: Mein Vortrag Pressearbeit für Veranstaltungswerbung im Medienwandel. Frankentipps.de Veranstalterforum 2010

Beim Frankentipps.de Veranstalterforum 2010 am 11. Juni im Erlanger E-Werk hielt ich einen Vortrag zum Thema Pressearbeit für Veranstaltungswerbung im Medienwandel. In der zweiten Hälfte des Vortrages präsentiere ich die Entstehung der Idee zu Frankentipps.de und stelle das Portal mit den wichtigsten Funktionen vor.

Die komplette Dokumentation des Veranstalterforum 2010 steht hier online.

Medienarbeit

Der geneigte Leser weiß, daß ich mich eingehend mit dem Thema
Veranstaltungswerbung im Netz beschäftige.

Auf unserem Veranstaltungsportal Frankentipps.de erhalten Absender generell
eine automatisierte Antwort mit dem Hinweis, dass wir per E-mail zugesandte
Termine negieren. Die Funktionsweise des Portals, Termine werden
ausschliesslich durch den Veranstalter bzw. deren Pressedienstleister
eingestellt, ist klar und offensichtlich beschrieben.

Gestern erhielt ich von einem professionellen PR-Dienstleister wieder einmal
eine Mail mit dem Betreff „Ihr Hinweis „Keine Pressemeldungen!“ und dem
Inhalt „Bitte teilen Sie uns mit, welche Redaktion Ihres Medienunternehmens
fortan für Meldungen zuständig ist, der wir unsere aktuellen
Pressemeldungungen per E-Mail senden können.“

E-Mails in dieser Form sind für uns nicht ungewohnt. Sie erklären jedoch
anschaulich, wie manche der mit Öffentlichkeitsarbeit ausgerichteten
Dienstleister im Medienwandel Schwierigkeiten zur Veränderung haben.

Jahrzehntelang war im Bereich von Kulturmedien der Kommunikationsweg der
etablierte Presseverteiler, Streuverlust und Wahrscheinlichkeitsquote mit
oder ohne Anzeigenschaltung inkludiert. Vor Internet waren die
Softwarestrukturen in den Verlagen ausschliesslich auf die redaktionelle
Erfassung ausgelegt. Eine Übermittlung von aussen war nicht möglich

Bis das Internet kam.

Schon lange ermöglichen viele Medien Veranstaltern und deren
Pressedienstleistern den direkten Übermittlungsweg via Portalzugängen oder
Schnittstellen. Auch traditionelle Medien modernisieren sich. Um
wirtschaftlich und im Wettbewerb bestehen zu bleiben. Immer mehr Medien
ermöglichen nur noch ausschliesslich die Annahme per direkter Eingabe. Nur
so ist das Potential des Internets auf beiden Seiten nutzbar. Viele
Online-Medien, Web 2.0-Anwendungen und soziale Medien entstanden und
verfügen ausschliesslich auf dieser Kommunikationsbasis.

Pressearbeit verändert sich. Sie beschränkt sich nicht nur auf die
Versorgung der Medien mit Information, sondern entwickelt sich auch weiter
in die eigene, interaktive und direkte Arbeit mit den Medien. Medienarbeit. Wir haben unter unseren jetzt über 1.500 Veranstalterkunden mir bekannt 4
Pressedienstleister, die für ihre Veranstalter diese elementare
Digitalisierungsarbeit übernehmen. Frage ich Veranstalter, die uns
kontaktieren, erhalte ich immer auch mal wieder die Antwort „unser
Pressedienstleister macht das nicht für uns“.

Medienarbeit bietet heute für Pressedienstleister mehr Chancen und
Potentiale denn je. Aber auch Herausforderungen: Die Bereitschaft zur
Veränderung. Manch einer sollte noch schnell aufwachen: Die Zeit, in der die
Erstellung und der Mailversand einer Pressemeldung neben dem
Anzeigengeschäft genügte, ist bereits lange vorbei.

Vortrag im IGZ Hof „Pressearbeit für Veranstaltungswerbung im Medienwandel“ – Präsentation und Fotos

Am 20. April 2010 veranstaltete das Innovations- und Gründerzentrum Hof (IGZ) gemeinsam mit Frankentipps.de einen Vortragsabend mit dem Thema „Pressearbeit für Veranstaltungswerbung im Medienwandel“.

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Im Vortrag erläuterte ich die zeitliche Entstehung der bekannten Werbemedien und Zusammenhänge im stattfindenden Medienwandel durch das Internet. Auch stellte ich die Idee zur Entstehung unseres Veranstaltungsportals mit dessen Konzept den sehr interessierten Zuhörern vor. Wichtige Praxistipps für die Medienarbeit im Netz sowie eine Diskussion im Anschluss zum Vortrag rundeten die Veranstaltung ab. Weiterlesen

Gratismentalität

Ich hatte kürzlich von einem Buchhändler aus der Region eine Anfrage, seine Veranstaltungen auf unserem Portal zu bewerben. Die Werbung „muss jedoch in jedem Fall kostenlos sein“ bzw. darf die Nutzung des Portals „auch wirklich nichts kosten“

Anfragen dieser Art erhalte ich immer mal wieder. Interessant: Die Höhe des Entgelts spielt für den angefragten Leistungsumfang oder die erwartete Werbeleistung stets keine Rolle. Das Interesse ist bei den Interessenten an den Angeboten immer sehr stark vorhanden.

Wenn ich persönlich interessiert den Beweggrund für diese konsequente Einstellung nachfrage, höre ich fast ausschließlich “na, ich bekomme doch auch selbst alles kostenlos im Netz”. “das Internet ist doch umsonst“. Weiterlesen