Freemium mal anders: Paid Content mit Google-Hintertürchen

Paid Content mit Google-Hintertürchen:
Redaktioneller Inhalt ist bei direktem Aufruf mit einer Bezahlschranke versehen, per Suchmaschine jedoch bewusst frei abrufbar.

It`s not a bug, it`s a business concept:

„Die Leser, die „vorne“ bei  xyz.de reinkommen, sollen ein Abo lösen. Zugleich soll der Traffic über Google nicht abgeschnitten werden.“ (Aussage des Verlags)

Der zahlende Leser ist hier der Dumme. Zudem Premium Content für eine Suchmaschine?
Ein gutes und zudem der Kundenloyalität gerecht werdendes Paid Content Konzept sieht meiner Meinung nach anders aus.

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Wer solche Überschriften für ein Paid Content-Angebot fabriziert, sollte sich nicht wundern, wenn es nicht klappt

Von heute an müssen Nicht-Abonnenten für die Lokal- und Regionalberichte auf …. .de zahlen.

Warum nicht mehr Anbieter auf das Angebot einer Prepaid-Guthabenlösung mit der dann zusätzlich möglichen Option für „pay for one article on demand“-Funktion kommen, wird mir sowieso weiter ein Rätsel bleiben. #micropayment ist meines Erachtens der Schlüseel zum Glück.

Und dann könnte die Überschrift eine ganze Runde attraktiver wirken:

Von heute erhalten Sie noch mehr Online-Angebot Ihrer regionalen Tageszeitung auf … .de. Ohne Abo und so günstig, wie Sie noch nie Ihre … gelesen haben.

Meine Einschätzungen zu Web-Trends 2010 #wt2010 via @frank_tentler

Bei Frank Tentler, Social Web Strategist und Mitorganisator der stARTconference habe ich einen tweet mit der Hashtagparole #wt2010 (Webtrends 2010) aufgegriffen-

 

Meine Einschätzungen für 2010 hierzu wären mitunter:

 

Echtzeit-Web

Die Unmittelarkeit, die twitter & Co ausgelöst haben, wird sich meiner Einschätzung nach auch 2010 als sein sehr dominierendes Thema fortsetzen. Geosoziale Netzwerkapplikationen halte ich hier mitunter als sehr heißen Hype-Kandidaten im mobilem Internet, welches durch die Einfachheit des Echtzeitwebs massgeblich mit unterstützt wird.

 

Medienkollaborationen

Es wird für Webseiten und Dienste immer wichtiger werden, für Datenkommunikation ihrer Nutzer Schnittstellen für den wachsenden Boom der Vernetzung zu schaffen bzw. zu implementieren: twitter-APIs, facebook-Connect. Autarke Communities und Netzwerke werden es dagegen immer schwerer haben, gegen global Player zu bestehen. Auch die eigentlichen Geschäftsmodelle müssen sich dieser Entwicklung mit anpassen.

 

IP-TV

Television aus der Datenleitung wird sich 2010 unaufhaltbar weiter entwickeln. Mediatheken, Live- und on-demand-Streams im Web wachsen, die Qualität steigt durch den Ausbau der bandbreiten, Programm-Muster werden immer unrelevanter, „on demand“ punktet. IP-TV wird weg nur von Laptop und PC mehr den Standort des bisherigen TV-Gerätes in unserem Wohnzimmer weiter erreichen.

 

Eine sehr spannende Entwicklung wird sich hier auch durch die Konvergenz von TV und Internet entfachen: Kollektive Interaktion der Zuschauer. Was ich Anfang 2009 rückständig mit „twittern & Co. beim Fernsehen schauen“ noch als völligen Schmarrn betrachtet habe, wird sich zu „twittern im Fernseh-Bild“ bewegen und mich weiter vom Nutzen faszinieren und überzeugen.

 

Monetarisierung: Paid Content,-Services

Beteiligte, die nicht unbedingt noch bis 31.12.2010 weiter nur diskutieren und debbatieren, werden zwischenzeitlich praktikable Lösungen am Markt testen und ggf. etabliert haben.

 

Social Media Burnout Syndrom

Das wird leider auch ein Trend im nächsten Jahr. Zu viel Zeit verbraten mittlerweile Nutzer durch den immer weiter wachsenden Informationsoverload in den verschíedenen Social Networks und Diensten. Der Ruf nach Social Spam-Filtern und menschlicher Aufmerksamkeitsschonung wird allerorts immer lauter.

 

 

#wt2010 könnte man natürlich auch mit Wunschtrends für sich übersetzen. Da gibt es natürlich noch einige mehr. Dies vielleicht in einem nächstem Posting;-)

 

Allen ein sehr spannendes 2010!

…und tragt den Hashtag #2010 mit Euren persönlichen Einschätzungen weiter!

Hurra: Ich konnte eine Nokia Maps-Lizenz mit 40% Rabatt _online_ kaufen! Und Du schaffst das vielleicht auch. Vielleicht.

Nach Verbrauch der mit dem Kauf des erworbenen 90 Tage-Navi-Schnupperlizenz des Nokia E71 stellte ich es mir eigentlich als möglich vor, eine reguläre Lizenz online unter nokia.de zu kaufen.

Pustekuchen: Ein schlichter Lizenzcode für die bereits installierte und damit bereits vorhandene Software gab es nur per Post. Per Post! Zusätzlich mit Versandkosten. Versandkosten für einen Freischaltcode, den man eigentlich hervorragend online oder via air als SMS verklopfen kann und zudem als Telekommunikationsunternehmen in der Lage dazu sein müsste! Auch die telefonische Hotline bot mir nichts anderes an.

Aus purem Zufall klickte ich via Handy die mobile Webseite nokiaforbusiness.mobi. Und hier, viola, gibt es die Möglichkeit, eine Lizenz online zu kaufen. Sogar mit Kreditkarte und derzeit als Aktionsangebot mit 40% Rabatt.

Gab es zumindest. Gestern. Ich hab mich jetzt nochmals durchgeklickt und habe die Kaufmöglichkeit evtl. anderer Lizenzen einfach nicht mehr gefunden.

Eventuell erlebte ich da gestern vielleicht nur eine echte Sternstunde des mobilen Softwarebusiness bei Nokia.